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Das erste „Bommen Bootrace“ Münster-Groningen feierte einen nahezu historischen Ausgang.

Im neuen Ruder-Achter-Rennen zwischen den beiden Universitätsstandorten Münster und Groningen, welches an das historische Ereignis „Bommen Berend“ angelehnt ist, konnte sich Groningen erneut erfolgreich gegen die Angriffe aus Münster verteidigen. Während sich der Münsteraner Bischof im Kriegsgewand im siebzehnten Jahrhundert auf die Bombardierung der niederländischen Stadt konzentrierte – was ihm auch den Spitznamen „Bomben-Bernd“ (Bommen Berend) eintrug – wurde am Wochenende mit fairen Mitteln und kräftigen Ruderschlägen um den Sieg gekämpft.

Die Auswahlachter der Münsteraner Männer und Frauen, die sich im Vorhinein für das Rennen qualifizieren mussten, bestand sowohl aus Leistungsruderern, als auch aus Studenten, die durch den Hochschulsport „ins Boot geholt“ wurden und seither den Wassersport mit großer Begeisterung betreiben. Zwei der erstklassigen Rennboote, in denen die Teams am Wochenende antraten, wurden von den Vereinen ARC zu Münster und ARV Westfalen gestellt – dank dieser Unterstützung konnten die Münsteraner Ruderer am Wochenende kraftvoll durchziehen. Dafür bedankte sich der Leiter des Hochschulsports, Jörg Verhoeven, der begeistert die Entwicklung des Uni-Rudersports in Deutschland und Europa verfolgt. Eine neue und einheitliche Rennkleidung wurde zu diesem Zweck vom Hochschulsport angeschafft, die auch auf der DHM auf dem Siegerpodest für die Uni Münster werben soll.

Der Münsteraner Männerachter zeigte sich trotz guter Leistungen deutlich langsamer als die Ruder-Truppe der Groninger Sportler. Das Frauenteam aus Münster konnte die Kurzstrecke gewinnen, kam jedoch auf der kurvigen und engen Kanal-Langstrecke nicht am gegnerischen Ruderteam vorbei. Insgesamt wurden sehr solide Leistungen gezeigt. Die Bestzeiten übertrumpften sogar die Achter aus Oxford und Cambridge, die ebenfalls anwesend waren – haben diese Städte doch das Ruder-Achter-Rennen als Wettkampf zwischen den Universitäten schon vor vielen Jahren als Tradition etabliert. Die vielen Zuschauer an der Strecke bekundeten ihre Begeisterung von beiden Ufern des Kanals mit viel Applaus und lautstarkem Anfeuern. Jörg Verhoeven, Leiter des Hochschulsports, und Jan-Phillip Müller, ebenfalls vom Hochschulsport Münster, waren vor Ort. Sie unterstützen die Münsteraner Teams tatkräftig und waren begeistert vom gelungenen Auftakt dieser Veranstaltung. Zukünftig wird das Rennen im jährlichen Wechsel zwischen den beiden Städten ausgetragen werden. Und auch wenn die Ruder-Achter aus Münster in diesem Jahr im ersten Bommen Bootrace in der Städtewertung verloren haben, eine spannende Revanche ist sicher und wird bereits voller Vorfreude in beiden Ländernerwartet!