DHM Rudern 2007: Gute Resonanz und hochklassige Rennen

Nach Bundeswettbewerb 2004 und den ersten Deutschen Großbootmeisterschaften 2005 fand in Salzgitter erneut eine Großveranstaltung der Ruderer statt: die Deutschen Ruder-Hochschulmeisterschaften, die seit Jahren eine Symbiose mit den German Masters Open bilden, wurden vom Ruderclub am Salzgittersee ausgerichtet, der im nächsten Jahr sein vierzigjähriges Jubiläum feiert.
Beim Erscheinen der Wettkampfprogramme für die laufende Saison im Frühjahr war noch nicht klar, wo die Veranstaltung stattfinden wird, da zwei potentielle Ausrichter ausgefallen waren. Auf Empfehlung wurde der Kontakt zwischen dem ADH (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband) und dem kleinen Club am See hergestellt und mit der Rückendeckung des Vereins eine Einigung erzielt. Als Veranstalter konnte der Unisport der TU Braunschweig gewonnen werden, der auch für die Party am Abend verantwortlich zeichnete.
„Auch bei dieser Veranstaltung sind rund 100 Helfer aktiv – eigentlich ist der komplette Verein integriert, schließlich haben wir insgesamt 105 Mitglieder“, erklärt der Vorsitzende des Ruderclubs Armin Britten schmunzelnd. So wurden die 350 Studenten und die 270 Teilnehmer für die 9. German Masters Open sehr herzlich aufgenommen; daran konnten auch der Wind und die für die Jahreszeit nicht üblichen Temperaturen nichts ändern. Allgemeines Fazit: Gute Stimmung während der beiden Regattatage unter den Aktiven.
Norbert Kindlmann, Referent für das Masters-Rudern im DRV, zeigte sich fast wunschlos glücklich. Er regt eine Diskussion über die angemessene Gestaltung der Ehrenzeichen bei einer solchen Großveranstaltung an, um sie den Aktiven in guter Erinnerung zu behalten.
Während bei den Masters-Ruderern vor allem die Aktiven aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg fehlten, waren die Hochschulmeisterschaften erfreulich gut besucht. In den meisten Rennen gab es volle Felder, häufig mussten sogar Vorrennen gefahren werden. Internationale Würze gab es durch Starter aus Dänemark, Polen, Luxemburg und den Niederlanden bei beiden Regatten. Ein Frauenachter aus Utrecht musste allerdings neidlos anerkennen, dass das Niveau in dem 7-Boote-Feld für sie zu hoch war.
Uwe März, Disziplinchef Rudern im ADH, sieht derzeit einen positiven Trend im Hochschulrudern, der nicht nur im Hochleistungsniveau auszumachen ist. In den Rennen zum Hochschulpokal, die teilweise in Gig-Booten über 500 m ausgefahren werden, hatten einige Hochschulen interne Qualifikationswettbewerbe veranstaltet. Der Andrang in einigen dieser Rennen war so groß, dass sogar Halbfinale ausgetragen wurden. Die Wertung dieser Pokalrennen gewann am Ende die Uni Trier sehr deutlich.
In den 22 offenen Rennen, die über 1000 m ausgefahren werden, ging es in diesem Jahr darum, sich durch einen Sieg einen der begehrten Startplätze für die Europameisterschaften im September in Banyoles zu sichern.
Die Verantwortlichen im ADH zeigten sich sehr erfreut, dass die Leistungsdichte bei den diesjährigen Meisterschaften sehr ausgewogen war. So sahen die Zuschauer regelmäßig packende Rennen, vom Regattasprecher Arne Siemann auch für das Ohr ansprechend verpackt.

Beeindruckend war die häufige Präsenz der grünen Trikots aus Karlsruhe in den Finalrennen. Am Ende nahm die Uni Karlsruhe den „Pott“ für die erfolgreichste Hochschule auch hoch verdient mit nach Hause.
Rüdiger Wendt

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