DHM Rudern: Gelungener Testlauf für die EUC

600 Ruderinnen und Ruderer kämpften am Wochenende bei der DHM Rudern 2014 in Hannover um die deutschen Hochschulmeistertitel. Dabei war die DHM ein wichtiger Probelauf für die EUC im kommenden Jahr.

Es ging um die Qualifikation für das Heimspiel. Die Mannschaften der Hochschulen ruderten bei der diesjährigen DHM auf dem Hannoveraner Maschsee nicht nur um die adh-Siegernadeln, sondern auch um das Ticket für die Europäischen Hochschulmeisterschaften (EUC) im kommenden Jahr an gleicher Stelle. Vor allem für die Sportlerinnen und Sportler von der Uni Hannover war die Qualifikation für die EUC eine große Motivation. „Im nächsten Jahr hier starten zu dürfen war unser Ziel. Das haben wir erreicht. Jetzt wollen wir natürlich auch 2015 um eine Medaille kämpfen“, freute sich Jann-Edzard Junkmann. Der Ruderer der Uni Hannover, der 2013 bei der Universiade in Kazan im schweren Vierer der Männer die Goldmedaille gewann, qualifizierte sich mit seinen Kommilitonen im schweren Zweier und Vierer der Männer für das kontinentale Heimspiel.

Ebenfalls stark traten die Boote der Universität Bremen auf. Die Hanseaten brachten fast in jeder Bootsklasse eine Mannschaft in die Finalläufe und sammelten fleißig Siegernadeln. Am Ende stand der Gesamtsieg in der Hochschulwertung zu Buche.

Im prestigeträchtige Rennen im Männerachter ging der Sieg nach spannenden 1.000 Metern auf dem Maschsee an das Team der RWTH Aachen. Die hohe Leistungsdichte bei der DHM bestätigte den positiven Weg der Sportart Rudern im Hochschulsport. „Wir haben tolle und spannende Rennen hier in Hannover gesehen. Auf Grund der Vielzahl der teilnehmenden Hochschulen sieht man, dass sich das System der Obleute bewährt hat. Wir freuen uns zusammen mit dem Hannoveraner Zentrum für Hochschulsport im kommenden Jahr die EUC auszurichten“, resümierte Jens Hundertmark, Disziplinchef Rudern im adh.

Neben den leistungsorientierten Sportlerinnen und Sportler gingen auch die Aktiven mit weniger Rennerfahrung an den Start. Bei den Rennen der Gigboote über 500 Meter zeigten die Anfänger ihr großes Potential. Dabei fielen die Entscheidungen knapp aus. Oft machte ein Bugball den Unterschied zwischen den Mannschaften aus. Vor allem der Sieg im Mixed-Gig-Doppelvierer mit Steuerposition war hart umkämpft. Mehr als 30 Mannschaften starteten in den Vorläufen. Über die Halbfinals wurden die jeweiligen Finalläufe besetzt. Im A-Finale hatte dann das Boot der TU Dresden die Nase vorn. David Digomann, Inaki Schniewind, Pia Winkel, Romy Zacher und Jan-Christoph Pape freuten sich über den neuen futuristischen Wanderpokal in dieser Bootsklasse. Auch in der Ausbildungswertung ließen die sächsischen Boote alle anderen Hochschulen hinter sich. Mit 49,5 Punkten gewann die TU Dresden die Hochschulwertung der Anfängerrennen hauchdünn vor der Uni Marburg. „Mit den Rennen der Einsteiger haben wir das Hochschulrudern breit aufgestellt und die DHM in eine erfolgreiche Richtung weiterentwickelt“, erklärte Uwe Maerz, ebenfalls Disziplinchef Rudern im adh.

Auch Michaela Röhrbein, Leiterin des Zentrums für Hochschulsports der Leibniz Universität Hannover, zog ein positives Fazit der beiden Renntage. „Die DHM ist erfolgreich verlaufen. Für die EUC 2015 haben wir die Stellschrauben an denen wir drehen müssen gefunden. Ich freue mich schon jetzt auf die Wettbewerbe im kommenden Jahr“, so Röhrbein am Ende der Regatta. Nach einer gelungenen Generalprobe scheint alles, für das Ruderheimspiel gerichtet zu sein.