Erster bleiben ist schwieriger, als Erster werden.

Interview mit Sören Dannhauer, Obmann der Wettkampfgruppe Rudern an der Universität Bremen zum Stand der Vorbereitungen auf die DHM in Hannover.

Sören, Ihr habt wieder große Pläne für die DHM in Hannover. Wie bereitet sich das Bremer Team derzeit vor?
Im März haben wir uns zusammengesetzt und über die Besetzungen der Boote zur DHM und bei den Frauen zur EUG gesprochen. Die EUG-Damen mussten bereits im Winter „Hausaufgaben machen“, Ergotest abliefern und wenigstens an den internen Bremer Langstrecken teilnehmen. Alle Boote trainieren in unterschiedlichen Intensitäten seit Anfang April in ihren geplanten DHM-Besetzungen. Starts auf der Heimregatta in Bremen waren obligatorisch. Für die stärkeren Teams geht es auch nach Ratzeburg.

Gibt es besondere Highlights in Hannover, auf die ihr Euch freut?
An den Maschsee haben wir es aus Bremen nicht weit. Wir wissen, dass uns ein tolles Orga-Team erwartet und freuen uns gefühlt auf ein kleines Heimspiel. Sportlich hat der leichte Doppelzweier der Frauen bereits dreimal in Folge gewonnen, in verschiedenen Bestzungen der Zweier- und der Vierer-ohne ebenfalls auch je zweimal. Erster bleiben ist schwieriger, als Erster werden. Wir sind sehr gespannt, wie es in diesen Bootsklassen ausgehen wird. Besonders freue ich mich auf den Doppelvierer der Männer. Die Mannschaft ist komplett neu aufgebaut, hat sich aber bei den ersten Rennen überraschend stark gezeigt. Ich bin neugierig, wie wir die Bremer Tradition in dieser Bootsklasse fortsetzen können.

Drei Wochen nach der DHM geht es bereits zur EUG nach Rotterdam. Was macht ihr zwischen DHM und EUG?
Nur das übliche Programm. Die stärkeren der EUG Damen haben sich bereits auf den größeren DRV-Regatten gezeigt, um Wettkampfpraxis zu sammeln. Alle EUG-Fahrer werden wie gesagt in Ratzeburg rudern. Besonders ist eher das Wochenende nach Ratzeburg, an dem wir zum Frauen-Henley nach England fahren. Die Baues-Zwillinge wechseln im Mutterland des Rudersports vom Skull an den Riemen und fahren Leichtgewichts-Zweier-ohne. Außerdem startet ein Vierer gegen die internationale Konkurrenz.