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Thoma und Ursprung sind adh-Hochschulsportler des Jahres 2016

Im Rahmen der 111. Vollversammlung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) wurden in die Hochschulsportler 2016 geehrt. Mit Kathrin Thoma und Johannes Ursprung sicherten sich zwei Ruderer der diesjährigen Studenten-Nationalmannschaft die sportartübergreifende Auszeichnung als Hochschulsportlerin bzw. Hochschulsportler des Jahres.

Ursprung und Thoma bei der Siegerehrung. Quelle: www.rudern.de

Ursprung und Thoma bei der Siegerehrung.
Quelle: www.rudern.de

 

Das gleich beide Titel der Kategorie an Ruderer gingen ist auch Auszeichnung für das konstant hohe Niveau, das Ruderer im Verbund der beteiligten Fachverbände, Deutscher Ruderverband und adh, im studentischen Spitzensport seit Jahren anbieten. Ursprung und Thoma stehen damit in direkter Nachfolge von internationalen Spitzenathleten wie Fabian Hambüchen oder Ariane Friedrich.

Kathrin Thoma und Johannes Ursprung sind auf unterschiedlichen Wegen seit vielen Jahren im Hochschulrudern aktiv. Thoma, seit 2010 fest in der DRV-Nationalmannschaft etabliert, ruderte bereits bei den Universiade 2015 in Gwangju (5. Platz) und in Kazan 2013 (Silber) mit starken Auftritten im studentischen Spitzensport. Auch bei der Studentenweltmeisterschaft 2014 sollte Thoma starten, musste wegen Krankheit aber kurzfristig absagen. In diesem Jahr folgte nur eine Woche nach der Teilnahme der A-WM (Silber) der Start bei der Studentenweltmeisterschaft in Poznan. Mit tollem Einsatz sicherte sich Thoma dort gemeinsam mit Kathrin Morbe Bronze im Leichtgewichts-Doppelzweier.

Ursprung nahm bereits etliche Mal erfolgreich an Deutschen Hochschulmeisterschaften teil. Damit qualifizierte er sich für die studentischen Europameisterschaften 2013, 2014 und 2015 und sammelte erste internationale Medaillen. Der Durchbruch im Spitzensport gelang 2015 mit der Teilnahme an einer A-Weltmeisterschaft (Ersatz LW Skull). Die Ehrung zum Hochschulsportler des Jahres 2016 ist der Schlusspunkt eines perfekten Jahres. Im Leichtgewichts-Doppelvierer gewann Ursprung die Goldmedaille bei der A-Weltmeisterschaft in Rotterdam, bevor es im Doppelzweier mit Partner Cedric Kulbach bei der Studentenweltmeisterschaft eine beeindruckende Goldfahrt auf dem Malta-See gab.

Wir gratulieren der Universität Frankfurt, dem Heimatverein Frankfurter RG Germania mit Heimtrainer Ralf Hollmann und besonders Kathrin Thoma und Johannes Ursprung zum Titel Hochschulsportler des Jahres!

 

Nach der Ehrung standen Thoma und Ursprung den Disziplinchefs Rudern, Melanie Baues und Sören Dannhauer, kurz Rede und Antwort.

Kathrin, Du bist seit Jahren in der Nationalmannschaft des Deutschen Ruderverbands fest etabliert. Welche Bedeutung hat das Hochschulrudern für dich?

(KT) Das Hochschulrudern hat für mich schon immer einen hohen Stellenwert, da neben der hochklassigen Wettkämpfe auch die besondere Atmosphäre, der freundliche, respektvolle Umgang miteinander und die gute Stimmung einfach toll sind und Spaß machen.

Was bedeutet Dir diese Auszeichnung ‚Hochschulsportlerin des Jahres 2016‘?

(KT) Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. Zum einen ist es eine große Ehre in die Fußstapfen von so bekannten Sportlern wie Fabian Hambüchen, Betty Heidler, Ariane Friedrich oder Kim Bui treten zu dürfen, zum anderen ist es einfach toll, eine solche Wertschätzung für die erbrachten Erfolge im Zusammenhang mit dem Studium zu erfahren.

Du bist im Masterstudium Physik, also in deiner akademischen Laufbahn schon recht weit. Was empfiehlst Du sportlich  jungen Leistungssportlern, die gerade erst beginnen zu studieren, lohnt sich die Doppelbelastung?

(KT) Ja ich werde mein Studium voraussichtlich 2017 abschließen und kann auf großartige adh Wettkämpfe zurückblicken, die Ehrung zur Hochschulsportlerin des Jahres ist für mich der krönende Abschluss. In sofern kann ich nur sagen, dass sich die Doppelbelastung in jedem Falle lohnt und viele Möglichkeiten, Chancen und Erfahrungen bereit hält, die man sonst nie erleben könnte.

Kathrin Thoma (rechts) bei der Siegerehrung der WUC 2016 in Poznan mit Partnerin Kathrin Morbe (li).

Kathrin Thoma (re.) bei der Siegerehrung der WUC 2016 in Poznan mit Partnerin Kathrin Morbe (li.).

Johannes Ursprung (re.) vor seiner ersten Studenten-Europameisterschaft 2013 in Poznan, wo er 2016 Studenten-Weltmeister wurde. Mit im Bild Schweester Elisabeth und Vater Michael.

Johannes Ursprung (re.) vor seiner ersten Studenten-Europameisterschaft 2013 in Poznan, wo er 2016 Studenten-Weltmeister wurde. Mit im Bild Schwester Elisabeth und Vater Michael.

Johannes, Du hattest schon einige Deutsche Hochschulmeisterschaft und Teilnahmen an studentischen Europameisterschaften hinter Dir, als der Durchbruch in der DRV-Nationalmannschaft gelang. Was hast Du aus dem Studentenrudern auf dem Weg die Nationalmannschaft mitgenommen?

(JU) Vor allem Rennerfahrung, die mir sehr weitergeholfen hat und Kenntnisse über Austragungsorte und Regattabahnen die sehr nützlich waren wenn man dort wieder Rennen fuhr. Jedoch auch was ich daraus lernen und welche Schlüsse ich daraus ziehen konnte, wenn etwas nicht geklappt hat.

Du bist im Sommer innerhalb einer Woche Weltmeister im Doppelvierer und Studentenweltmeister im Doppelzweier geworden. Nach Rotterdam blieb also keine Zeit zum Genießen und Feiern. Ist das inzwischen nachgeholt?

(JU) Ja das ist es. Der erste Vorsitzende der Frankfurter Rudergesellschaft Germania Stephan Bub und mein Trainer Ralf Hollmann haben dies bei zwei feierlichen Anlässen der Germania auf sehr herzliche Art und Weise getan.

Was bedeutet Dir diese Auszeichnung ‚Hochschulsportler des Jahres 2016‘?

Es freut mich sehr,  dass mir diese Form von Wertschätzung widerfährt , wobei ich es ohne die Hilfe einiger Menschen nicht geschafft hätte überhaupt für diese Auszeichnung in Frage zu kommen. Aus diesem Grunde an dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an diejenigen.