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World University Championship Rowing 2016 – 4 mal Gold, 2 mal Bronze, Platz 5 und Platz 13 für das deutsche Team

Herausragende Rennen fuhren die 14 Aktiven der Studenten-Weltmeisterschaft (WUC) in Poznań. Insgesamt sechs der acht Boote fuhren auf das Podest. Neben vier Goldmedaillen gab es bei deutlichem Schiebewind und leichten Wellen zwei Bronzemedaillen, einen fünften und einen 13. Platz. Neben den Aktiven haben der Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh), Christoph Fischer, Melanie Baues, Sören Dannhauer, Ralf Thanhäuser und Heiner Schwartz als Delegationsleiter, Disziplinchefs, Bootsmeister und Trainer das adh-Team komplettiert.

Im Leichtgewichtseiner siegte Paul Weidenmüller deutlich und sicherte sich somit den 13. Platz, nachdem er im Hoffnungslauf unglücklich das Halbfinale verpasst hatte. „Heute hat Paul vom ersten Schlag gezeigt, dass er weiter nach vorne wollte. Schön, dass der sprichwörtliche Knoten geplatzt ist:“, so Trainer Heiner Schwartz. Im Leichtgewichts Einer der Damen hatte sich Luisa Werner in das Finale gearbeitet. Dort konnte sie den schnellsten Booten am Start nicht ganz folgen und ruderte in einem engagierten Rennen auf den fünften Platz.

Der Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer ruderte in einem engen Rennen von der Spitze weg zu Gold. Johannes Ursprung und Cedric Kulbach bauten eine leichte Führung bei 1500m zu einer Länge Vorsprung aus. Dahinter ruderten vier Boote um die Medaillen. „Das sie sich bei 1500m gelöst haben, war der Schlüssel zu Gold.“, freute sich Trainer Ralf Thanhäuser über die Medaille.

Kathrin Thoma und Kathrin Morbe brauchten den Vorlauf, um sich aufeinander abzustimmen. Im Finale klappte dies dann wie im Hoffnungslauf ab der 500m-Marke sehr gut. Von Platz sechs kommenden, fuhren sie zur Streckenhälfte in die Medaillenränge, mussten sich aber weiter heftiger Angriffe des folgenden Bootes erwehren. „Ab 1500m habe ich Katrin zweimal ‚alles raus‘ angesagt. Das hat zum Glück für die Medaille gereicht.“, freute sich Bugfrau Morbe über Bronze.

Der Vierer-ohne der Frauen mit Constanze Duell, Charlotte Reinhardt, Friederike Reißig und Clara Redetzki startete wie im siegreichen Vorlauf ruhig in das Rennen, war bei der 500m-Marke aber schon mit 8/10 Sekunden an den führenden Britinnen dran. Bei Streckenhälfte hatte der adh-Vierer bereits eine knappe Sekunde Vorsprung und baute diesen bis ins Ziel aus. Eine ganz starke Vorstellung der deutschen Riemerinnen und die verdiente Goldmedaille.

Im Frauen-Einer mit Julia Leiding hatte sich nach Vor- und Hoffnungsläufen ein enges Finale ohne klar prognostiziertes Ergebnis angekündigt. Bei Schiebewindbedingungen attackierte Leiding bereits auf den zweiten 500 Metern und setzte sich mit über einer Länge vor das Feld. Der Mut führte auf der zweiten Streckenhälfte zum Erfolg, letztlich klar wehrte Leiding die spurtende Konkurrenz ab und sicherte sich die studentische Weltmeisterschaft. „Zwischenzeitlich hatte ich Angst, zu schnell angegangen zu sein. Am Ende waren es dann aber doch ein sicherer Einlauf.“, freute sich Leiding nach der Medaillenvergabe.

Maximilian Fränkel passierte die 500m-Markierung gemeinsam mit dem polnischen Ruderer knapp eine Länge hinter dem führenden Tschechen. „Was Max dann gemacht hat war technisch sensationell stark. Leider hat er es nicht konstant über die weitere Strecke gebracht.“; meinte Trainer Schwartz. Während der Tscheche ungefährdet führte überzeugte der Pole mit einem konstanten Rennen, so dass sich Fränkel verdient Bronze sicherte.

Im Doppelzweier der Männer war das adh-Team mit Timo Piontek und Stephan Krüger gemeinsam mit dem polnischen Boot Favorit. Diese beiden Boote bestimmten das Renngeschehen, wobei das deutsche Duo nach 500 Metern bereits mit einer klaren Länge führte und diese über die Streckenhälfte noch etwas weiter ausbaute. 700m vor dem Ziel verlor das adh-Duo jedoch für einige Schläge den Rhythmus. Zudem setzten die Polen zum erwartet starken Endspurt an, so dass es noch einmal spannend wurde. Zuletzt setzten sich Krüger/Piontek mit einem beherzten Endspurt aber durch. „Am Ende habe ich nur noch gerissen. Den Sieg wollten wir uns aber nicht mehr nehmen lassen.“, meinte Krüger nach dem Rennen zufrieden.

Mehr als ein zufriedenes Lächeln zeigte Delegationsleiter Chrostiph Fischer. Sieben von acht Booten im A-Finale sei schon herausragend gewesen. „Aber dann noch vier Titel bei sechs Medaillen – Das ist sensationell!“, so der adh-Vertreter bei der Verabschiedung des Teams nach den Rennen.